Aschersleben wird vegan - zumindest ein bisschen

Dass der Vegansimus auf dem Vormarsch ist, sollte keine große Neuigkeit sein. Laut einem (nicht ganz so aktuellen) Verzeichnis der Webseite www.vegane-gruppen.de gibt es in Deutschland mittlerweile über 115 vegane Gruppen, die sich auf über 73 Städte beziehungsweise Regionen verteilen. Besonders in den größeren Städten breitet sich die Idee des veganen Lebens schnell aus. Es gibt dort immer mehr Cafés, Restaurants, Bistros und Läden, die sich darauf einstellen und vegane Produkte anbieten. Selbst die großen Supermarktketten springen mittlerweile auf den veganen Zug auf.

Bewegt man sich als Veganer*in allerdings heraus aus den größeren Städten und taucht mehr in die ländlichen Gebiete ein, dann fällt es einem zunehmend schwerer etwas „vernünftiges“ zu Essen zu finden. Der Anteil der Veganer*innen scheint in kleineren Städten und auf dem Land auch noch einmal wesentlich kleiner zu sein, als in den Großstädten.

Auch in Sachsen-Anhalt zeigen sich diese Tendenzen. Während es hier in Halle eine relativ ausgeprägte vegane Szene gibt und sich in Magdeburg langsam aber sicher auch eine etabliert, sieht es im ländlichen Raum eher mau aus. Umso mehr freut es uns, dass sich in Aschersleben gerade etwas tut. In der Stadt mit ungefähr 28.000 Einwohnern hat sich eine (bisher) noch recht kleine Gruppe an jungen, engagierten Menschen gefunden, die den Veganismus vor Ort voranbringen möchten.

Ein Teil von ihnen hat uns vor zwei Wochen beim veganen Picknick am Thüringer Bahnhof besucht, um sich mit uns auszutauschen und natürlich um leckere vegane Speisen zu vertilgen! Beim veganen Sommerfest der Magdeburger, das am 5. Juli stattfand, waren ein paar Ascherslebener ebenfalls mit am Start. Dort untermalten sie das Fest mit ein wenig musikalischer Begleitung. Gestern luden sie dann zum ersten veganen Picknick in der Herrenbreite. Es gab viel leckeres Essen, gute Gespräche und ein paar Spiele. Es wurde auch darüber gesprochen, wie es in Aschersleben weiter gehen soll. Grundsätzlich besteht der Wille eine offizielle vegane Gruppe oder Tierrechtsgruppe zu gründen, die dann Aktionen planen und durchführen kann.

Es war schön zu sehen, dass sich bereits so junge Menschen für die Idee des Veganismus einsetzen und ihn auch in einer kleineren Stadt vorantreiben wollen. Damit kommen wir unserer Utopie einer veganen Gesellschaft Stück für Stück ein bisschen näher!

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